zur Batteriesuche

Rechtliche Hinweise

A) Hinweise gemäß § 18 Batteriegesetz 

Batterien können nach Gebrauch in der Verkaufsstelle zurückgegeben werden. Endnutzer sind zur Rückgabe von Altbatterien gesetzlich verpflichtet. Das Symbol mit der durchgestrichenen Mülltonne (§ 17 Abs. 1 Batteriegesetz)

Symbol mit der durchgestrichene Muelltonne hat folgende Bedeutung: Batterien dürfen nicht in den Hausmüll gegeben werden. Die chemischen Zeichen der Metalle (§ 17 Abs. 3 Batteriegesetz) haben folgende Bedeutung: „Hg“ bedeutet Quecksilber (Hydrargyrum), „Cd“ bedeutet Cadmium und „Pb“ bedeutet Blei (Plumbum). Sie können die Batterien an uns, wie im Impressum angegeben, zurückschicken bzw abgeben.

B) EU-Verordnung 2019/1148 über die Vermarktung und Verwendung von Ausgangsstoffen für Explosivstoffe – Auswirkungen auf den Batteriemarkt

Die Verordnung (EU) 2019/1148 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20.Juni 2019 über die Vermarktung und Verwendung von Ausgangsstoffen für Explosivstoffe tritt ab dem 01.02.2021 in Kraft. Dieses Gesetz betrifft die Batterieindustrie leider künftig auch, da Schwefelsäure (CAS-Nr. 7664-93-9) neben anderen Chemikalien in den ANHANG I  >Beschränkte Ausgangsstoffe für Explosivstoffe<  aufgenommen wurde und somit in Zukunft der Vertrieb von Schwefelsäure mit einem Grenzwert von über 15% w/w massiv beschränkt wird.

WICHTIG HIERBEI: Batterien generell sind von diesem Gesetz nicht betroffen, da sie als Produkt gelten. Es geht hierbei nur um Schwefelsäure die lose verkauft wird wie z.B. als Säurepacks bei Motorradbatterien oder separate Säure in Behältern.

Im Wesentlichen bedeutet dies, dass der Verkauf von ungefüllten Batterien mit separatem Säurepack an Endverwender (B2C) nicht mehr gestattet ist. Es dürfen nur noch wartungsfreie/bereits gefüllte Batterien an den Endverbraucher abgegeben werden oder die trocken vorgeladene Batterie muss vor Ort befüllt werden. Darüber hinaus muss das im Verkauf befindliche Personal über dieses Gesetz informiert werden und entsprechend geschult sein. WICHTIG: Schwefelsäure lose darf künftig nicht mehr an den Endkunden abgegeben werden!!!

Der Absatz an gewerbliche Kunden (B2B) ist unter Einhaltung gewisser Regularien weiterhin möglich. Es müssen die entsprechenden Informationen über diese neue Verordnung innerhalb der Lieferkette weiter gegeben werden. Darüber hinaus muss von jedem gewerblichen Kunden eine Erklärung über die sachgemäße Verwendung der Schwefelsäure eingeholt werden, damit ein Verkauf künftig weiterhin möglich ist.

OHNE DIESE ERKLÄRUNG IST KÜNFTIG KEINE AUSLIEFERUNG VON SCHWEFELSÄURE MEHR MÖGLICH (B2B)!!! 

Diese Erklärung finden Sie hier: Formular-Saeureverordnung

Jedes Unternehmen, das Schwefelsäure vertreibt, muss diese Informationen innerhalb der Lieferkette weiter geben, sein Personal dementsprechend unterweisen und gegebenenfalls Erklärungen der Kunden einholen bzw. den Absatz von Schwefelsäure an private Kunden einstellen (à Befüllen der Batterie vor Ort!!!).

Um Ihnen weitere Informationen zur Verfügung zu stellen, haben wir Ihnen hier das Merkblatt des Batteriefachverbandes ZVEI bereitgestellt. Dort ist nochmal alles Wichtige zu dem Gesetz zusammengefasst und ein allgemeines Muster für die Erklärung im B2B-Bereich angehängt. Link zum ZVEI – Merkblatt37.

Für Fragen zu diesem Thema oder weiteren Informationen stehen Ihnen jederzeit unsere Außendienstmitarbeiter sowie unser Innendienst zur Verfügung. Gerne können Sie Ihre Anfrage zu diesem Thema direkt an folgende E-Mail richten: jessica.rampp@akkudirekt.de. Wir werden diese möglichst zeitnah bearbeiten.

Informationen über die sachgemäße Verwendung von Schwefelsäure können Sie unserem Sicherheitsdatenblatt oder dem ZVEI Merkblatt entnehmen.

C) Sicherheitsinformationen in Verbindung mit der VERORDNUNG (EG) Nr. 1907/2006 zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH)

 Die REACH-Verordnung ist eine EU-Chemikalienverordnung, die am 01. Juni 2007 in Kraft getreten ist. REACH steht für Registration, Evaluation, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien. Die Verordnung soll ein hohes Schutzniveau für die menschliche Gesundheit und die Umwelt im Umgang mit Chemikalien sicherstellen. Ziel ist es, dass Hersteller, Importeure und nachgeschaltete Anwender die Verantwortung für ihre Chemikalie übernehmen.

Die SVHC (Substances of Very High Concern) Liste oder auch REACH-Kandidatenliste genannt, stellt hierbei die Liste der als besonders besorgniserregend eingestuften Stoffe dar. Für identifizierte SVHCs gelten besondere Informationspflichten innerhalb der Lieferkette.

REACH regelt die Anforderungen an die Bewertung und Zulassung von Stoffen und Gemischen. Die von uns vertriebenen Batterien gelten als Produkt und fallen somit nicht unter eine Vorregistrierung- Registrierungs- oder Autorisierungspflicht laut REACH.

Jedoch ergeben sich für uns als Lieferant von Bleiakkumulatoren mit der Aufnahmen von Blei (CAS No.: 7439-92-1) in die Kandidatenliste zum 27. Juni 2018 erweiterte Informationspflichten innerhalb der Lieferkette. 

Blei ist in denen von uns gelierten Batterien enthalten. Der laut REACH festgelegte Schwellenwert von mehr als 0,1 Massenprozent (w/w) wird hierbei überschritten. Der Massengehalt kann je nach Batterietyp variieren, der vorgegebene Schwellenwert wird jedoch stets überschritten.

Blei ist eingestuft als reproduktionstoxisch Kat. 1A, was bedeutet, dass eine unmittelbare Gefahr von bleihaltigen Erzeugnissen ausgeht. Da Blei nun in die Kandidatenliste aufgenommen wurde, werden fortan weitere Informationen von der ECHA über die Chemikalie gesammelt und ausgewertet. Blei könnte somit in Zukunft zulassungspflichtig laut REACH werden. Derzeit gibt es jedoch noch keine Beschränkungen.

Die jeweils aktuelle Kandidatenliste der ECHA finden Sie unter folgendem Link.

Unverändert bleiben weiterhin die gefahrstoffrechtliche Einstufung, die Regeln zum sicheren Umgang mit Blei-Säure-Batterien sowie das Anwendungsspektrum unserer Produkte.

Die von uns vertriebenen Motorradbatterien werden teils mit einem separaten Säurepack geliefert. Die darin enthaltene Schwefelsäure (CAS-Nr. 7664-93-9 / EC Nr. 231-639-5) haben wir laut REACH bei der ECHA registriert. Das Registrierungsdossier sowie die Liste aller registrierter Unternehmen finden sie unter folgendem Link.  

Gerne stellen wir Ihnen auf Nachfrage ein Sicherheitsdatenblatt zu der von uns ausgelieferten Schwefelsäure zur Verfügung.

Für den sicheren Umgang mit unseren Produkten verweisen wir auf das ZVEI Merkblatt, welches Hinweise zum sicheren Umgang mit Bleiakkumulatoren (Bleibatterien) bietet. 
Unter folgendem 
Link finden Sie weitere Merkblätter und Hinweise für den sicheren Umgang mit Bleibatterien, die der ZVEI Fachverband für Batterien zur Verfügung stellt.

Bei Fragen und weiteren Belangen zu dem Thema REACH wenden Sie sich bitte an Jessica Rampp; Tel.: 08331/94444-45; jessica.rampp@akkudirekt.de